Vermissen ist

Vermissen ist
Vermissen ist nicht ein Gefühl
Vermissen sind
Sind tausend und ein Gefühl

Es ist dumpf und stumm
Es ist stechend und betäubend laut
Es schweigt und es schreit
Es verschlingt dich, konsumiert dich

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Entreiß‘ das Gefühl

Und wo sind die Farben
Verdrängt von monochromen Schemen 
Wo sind die Formen
Da ist kein Halt

Die Silben stürmen
Der lange Atmen lang verloren
So viel beizutragen
Erstickt und verstummt 
Da ist kein Ton

Von Kraft und Energie umgeben
Den Willen nach außen gestülpt
Wurde der Gedanke zermürbt
Die Worte gehalten
Bevor sie fanden Gehör

Entreiß’ das Gefühl

bitter / süß

Ein zarter Hauch getragen vom Winde
Das Rätsel des Wandels dieser Böe
Wie konnte er des Herzens Willen
Schwarz und düster stürmen 

Wie konnten solch seichten Worte
Die Kraft des Sehnens aufbringen
Hinüber getragen auf die Seele und den Leib
Sich verwandeln und sich täuschen

Bittersüß auf jener Zungenspitze 
Erreicht es längst nicht mehr Gehör 
Wie ein Pfeil schießt es nieder
Tiefer in jenes willenlose Wesen